Neu: Ein echtes Hauptbuch — GuV, Bilanz und Cashflow, vollautomatisch
16. Juli 2026
Bisher war Finbuch ein sehr gutes Belege-Programm: Rechnungen raus, Belege rein, Bank abgeglichen, UStVA und EÜR fertig. Ab heute steckt darunter das, was große ERP-Systeme „General Ledger“ nennen — ein echtes doppisches Hauptbuch. Der Unterschied klingt technisch, ist aber der größte Schritt, den Finbuch bisher gemacht hat: Deine Zahlen hängen jetzt beweisbar zusammen.
01Die Idee: Jeder Vorgang landet auf einem Konto
Der Anstoß kam aus einem Austausch mit erfahrenen Finanzarchitekten: Eine Buchhaltung ist erst dann vertrauenswürdig, wenn jedes einzelne Ereignis — jede Rechnung, jede Zahlung, jeder Beleg — als ausgeglichener Buchungssatz auf einem Konto landet. Denn dann gilt eine einfache, gnadenlose Kontrollgleichung: Aktiva = Passiva + Eigenkapital. Bucht eine Automatik auch nur einen Cent falsch, geht die Gleichung nicht mehr auf — und der Fehler ist sichtbar, statt sich still in Reports zu verstecken.
Genau das macht Finbuch jetzt. Stellst du eine Rechnung aus, bucht Finbuch Forderungen an Erlöse und Umsatzsteuer. Geht die Zahlung ein, Bank an Forderungen. Buchst du einen Beleg, Aufwand und Vorsteuer an Verbindlichkeiten. Alles auf echten SKR03/SKR04-Konten — denselben, die deine Steuerkanzlei nutzt. Und die Datenbank selbst erzwingt bei jeder einzelnen Buchung Soll = Haben: Ein schiefer Buchungssatz kann technisch gar nicht erst gespeichert werden.
02Drei Berichte, drei Brücken
Aus dem Hauptbuch entstehen die drei klassischen Finanzberichte — und ihre Verzahnung ist keine Grafik, sondern gelebte Arithmetik:
- GuV (Gewinn- und Verlustrechnung): Erlöse und Aufwand je Konto, mit Monatsverlauf.
- Bilanz: Vermögen und Kapital zum Stichtag. Brücke 1: Der laufende Gewinn aus der GuV fließt als Jahresüberschuss ins Eigenkapital — deshalb geht Aktiva = Passiva immer auf.
- Cashflow: Wohin fließt das Geld tatsächlich? Einzahlungen von Kunden, Auszahlungen an Lieferanten, je Monat. Brücke 3: Anfangsbestand plus Netto-Cashflow ergibt exakt die Bank-Position der Bilanz.
- Dazu die Summen- und Saldenliste (SuSa) — die Sicht, mit der Steuerberater arbeiten — und ein Journal aller Buchungen.
03Vertrauen ist gut, Integritäts-Checks sind besser
Finbuch ist KI-native Buchhaltung — Belege werden automatisch erkannt und gebucht. Genau deshalb braucht es die Gegenprobe: Die neue Hauptbuch-Seite prüft laufend, ob jede Buchung ausgeglichen ist, ob alle Rechnungen, Belege und Zahlungen im Journal angekommen sind, und ob die Summen centgenau mit den Originalbelegen übereinstimmen. Weicht etwas ab, steht es dort schwarz auf weiß — und ein Klick auf „Hauptbuch neu aufbauen“ erzeugt das komplette Journal deterministisch neu aus deinen Belegen.
Für Bestandskunden heißt das auch: Kein Migrationsprojekt. Ein Klick, und Finbuch bucht deine gesamte Historie nach — Rechnungen, Stornos, Teilzahlungen, Belege.
04Kostenstellen und Budgets: Die Baustelle rechnet mit
Mit dem Hauptbuch kommt das Controlling. Jedes Projekt ist jetzt zugleich eine Kostenstelle: Belege lassen sich Projekten zuordnen, und dein Lohnkostensatz bewertet die Stunden aus den Stundenlohnzetteln. Die Projektseite zeigt die Projekt-GuV — Erlöse minus Material minus Lohn — und du siehst je Baustelle, ob du Geld verdienst. Nicht erst am Jahresende.
Und weil im Handwerk das Angebot der Plan ist, gilt ohne weiteres Zutun: Das Angebot ist das Budget. Erreichen die Kosten eines Projekts 80 % der Angebotssumme, warnt Finbuch direkt beim Buchen des Belegs — rechtzeitig für den Nachtrag, nicht hinterher fürs Bedauern. Eigene Budgets je Projekt, Ausgaben-Kategorie oder Konto kannst du zusätzlich hinterlegen; das gilt für jede Branche, nicht nur für den Bau.
Als Bonus für die Kanzlei: Projekte können eine Kostenstellen-Nummer tragen, die als KOST1 in den DATEV-Export wandert — Erlöse und Kosten je Projekt, direkt in DATEV auswertbar.
05Was es (noch) nicht ist
Ehrlichkeit gehört dazu: GuV, Bilanz und Cashflow in Finbuch sind Arbeitsstände für dich und deine Kanzlei — ohne Eröffnungsbilanz, Abschreibungen und Abgrenzungen. Den formalen Jahresabschluss erstellt weiterhin dein Steuerberater; er bekommt dafür über den DATEV-Export exakt dieselben Buchungen, die du im Hauptbuch siehst. Eine Quelle, keine Überraschungen.
Das ist der Kern der Sache: UStVA, EÜR, GuV, Bilanz, Cashflow, Projekt-Controlling und DATEV-Export lesen jetzt alle aus demselben Journal. Wenn eine Zahl irgendwo auftaucht, kannst du sie bis zum einzelnen Beleg zurückverfolgen — und das ist es, was „die einzige Software, die du brauchst“ am Ende bedeutet.